Fehler/Info's/Anregungen an:
last update: 28.05.2020 / Besucher: 1596 (55969)
Haftungsausschluss
Der neue RPi4 mit einem bis vier GigaByte Arbeitsspeicher (RAM) bietet mehr als genug Leistung für ein vielseitiges kleines Multimedia-System. In meinem Wohnzimmer nutze ich die Version mit 4 GB. Die 2 GB Version ist für die meisten Anwendungen und ein moderates Kodi-MediaCenter mit einer nicht zu gigantischen Datenbank, mehr als ausreichend. (Auswüchse mit über 5.000 Filmen sind eher selten.)

Es gibt mehrere Möglichkeiten das beliebte Mediacenter auf dem Raspberry Pi zu installieren. Die einfachste und vielseitigste Variante ist die Installation direkt unter dem Raspbian Betriebssystem.

Die Installation unter dem originalen Betriebssystem hat den Vorteil, dass das System auch für andere Zwecke genutzt werden kann. So kann man das Mediacenter kurz beenden, wenn man den Rechner kurz zum surfen nutzen möchte. Auch kann man andere Aufgaben einfacher im Hintergrund installieren. Mein Mediacenter erfüllt die Aufgabe eines NAS, bietet eine Cloud, steuert via GPIO Lichter und Lüfter und misst die Raumtemperatur via DS1820. (DS18S20)

Installation unter Raspbian:

Für die Installation sollte mindestens eine 8 GB große SD-Karte verwendet werden.
(Alternativ kann die Installation auch auf einem USB-Speicher vorgenommen werden.)

Wenn man noch keine lauffähige Installation hat, lädt man sich als erstes die aktuellste Version des Betriebssystem für den RPi auf der Homepage des Herstellers runter. Den Link habe ich rechts in die Box gesetzt.

Download-Site Raspberry.org:
https://www.raspberrypi.org/downloads/raspbian
 
Direktlink aktuellste Version:
https://downloads.raspberrypi.org/raspbian_latest
Nachdem das BS runter geladen ist, muss es auf das Startmedium z.B (Micro)SD-Karte oder USB-Stick geschrieben werden.

Unter Linux kann man dies entweder mit "dd" (DiskDump) oder belenaEtcher erledigen. (Etcher ist auch für Windows verfügbar!)

 

 
Image schreiben mit Etcher:
Mit Etcher muss man das Archiv nicht entpacken. Dies erledigt das Programm während des Schreibvorgangs automatisch.

  • Image-Archiv auswählen
  • Speichermedium auswählen
  • flashen!       (Schreibvorgang dauert etwas!)
  • fertig!

Nun ist das Betriebssystem auf dem Speichermedium. Nun kann man dies sogleich in den RPi stecken und den Mini-Rechner starten. Der erste Start dauert etwas länger, weil das System beim ersten Boot die Partition auf den maximal verfügbaren Platz erweitert und die ersten Einrichtungen vornimmt.

Homepage belenaEtcher:
https://www.balena.io/etcher
Kodi installieren:
Nachdem das System auf den Desktop gebootet hat, kann man die Netzwerkverbindung per W-Lan herstellen. (Ist der RPi per LAN-Kabel angeschlossen, besteht die Verbindung sicher breits.)

Die Installation lässt sich im Terminal am einfachsten vornehmen. Dazu wird das Terminal gestartet.
Im Terminal gibt man dann die entsprechenden Befehle ein um die Datenbank des App-Managers zu aktualisieren und danach die Installation von Kodi durchzuführen.

sudo apt-get update                                ' Raspbian Datenbank aktualisieren
 
sudo apt-get install kodi
Nach der Installation wird das Terminalfenster mit "exit" geschlossen.

Nun kann das MediaCenter gestartet werden. Der Menüeintrag für Kodi liegt im Startmenü unter Unterhaltungsmedien bzw. Sound & Video bei neueren Versionen.

Wie man Medien einbindet oder Plugins installiert, wird in einem anderen Tutorial beschrieben.

Sinnvolle Zusatzpakete:

Es macht Sinn, wenn man schon mal im Terminal ist, gleich einige Zusatzpakete zu installieren. Zu diesen Paketen gehört z.B. die Unterstützung von (ex)FAT-Dateisystemen. Dies ermöglicht die Nutzung von USB-Sticks die unter Windoof als exFAT formatiert worden.

Die Installation erfolgt wie bereits angedeutet im Terminal-Fenster.

sudo apt-get update                                ' Raspbian Datenbank aktualisieren     (Wenn nicht bereits geschehen!)
 
sudo apt-get install exfat-fuse exfat-utils
Zugleich sollte der SSH Zugang aktiviert werden. Dazu einfach im Ordner /boot eine Datei mit dem Namen "ssh" (ohne Erweiterung) erstellen.
sudo touch /boot/ssh                              ' Erstellt eine leere Datei mit dem Namen "ssh"
Nach einem Reboot ist der Zugang aktiviert. Eine Aktivierung via "raspi-config" ist auch möglich.
zurück / HomeJohnes.eu© Johnes
Rechtlicher Hinweis:
Ich weise darauf hin, dass ich mich von den Inhalten der von mir verlinkten Seiten distanziere! Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist allein deren Verfasser verantwortlich. (mehr Infos/Disclaimer...)